Rhino Müllsysteme werden unter der Erde platziert

Rhino Müllsysteme – eine clevere Lösung mit geringem Energieverbrauch

Müllsammelsysteme unter der Erde verschwinden zu lassen, ist in Holland, Frankreich und Italien nichts Neues. Immer mehr Städte ersetzen die unansehnlichen Müllcontainer durch sogenannte Unterflurcontainer. 

Gerade in großen Städten, in denen Platz immer kostbarer wird, ist es sehr populär, klassische Mülltonnen oder Müllcontainer durch Systeme zu ersetzen, die in den Boden eingelassen werden. Eine Idee, wie man dieses Prinzip noch optimieren könnte, hatte der niederländische Ingenieur Nick Samsom. Sein Unternehmen Rhino in Utrecht hat ein Presssystem entwickelt, das die Energie für die gesamte Funktion über eine kleine Solarfläche erhält. Samsom musste – damit das System auch einwandfrei funktioniert – auf extrem energiesparende Komponenten setzen.

Ziel war es, ein System zu entwickeln, das den Müll presst und dadurch die Intervalle zwischen den Entladungen vergrößert. Die Lösung für einen ressourcenschonenden Pressvorgang fand er bei LINAK. Zum Einsatz kommen zwei energiesparende elektrische lineare Aktuatoren von LINAK, die trotz ihres schonenden Umgangs mit Energie, 15.000 Newton bewegen können. „Hydraulische Zylinder hätten einfach zu viel Energie verbraucht. Deswegen war von vorne herein klar, dass das gesamte System auf elektrischer Verstellung basieren wird”, erklärt der niederländische Ingenieur. Nach einer kurzen Internetrecherche stieß er auf LINAK, den dänischen Spezialisten für elektrische Verstellung. „Als ich den LINAK Antrieb das erste Mal in der Hand hielt, war ich sofort von seiner Robustheit und seiner Qualität überzeugt. Ich war so begeistert, dass ich diese Antriebe unbedingt einsetzen wollte.“

Neben der Robustheit, der Qualität der Verarbeitung und der hohen Kraft, war es vor allem die einfache Anbindung an die elektronische Steuerung des Müllsystems, die ausschlaggebend war bei der Entscheidung für LINAK. Denn die Elektronik spielt bei dem System von Rhino ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Müllcontainer-System meldet selbstständig den Zustand seiner Befüllung. Der Müllwagen kommt nur dann, wenn das System zu 100 Prozent befüllt ist, das spart Zeit und Geld für die jeweilige Kommune. Die beiden Verstellantriebe der Baureihe LA37 werden über eine Modbus-Schnittstelle mit der Steuerung des Containers verbunden.
  Die Aktuatoren LA37 werden über eine Modbus-Schnittstelle mit der Steuerung des Containers verbunden

Das System der Firma Rhino kann weit mehr als das Pressen des Mülls. Über eine SIM-Karte meldet das System den aktuellen Zustand des Containers. Nicht nur die Befüllung, sondern auch eventuelle Probleme mit Sensoren oder Aktuatoren. Eine webbasierte Anwendung erlaubt die einfache und bequeme Kontrolle von jedem Ort der Welt. „Die Kommune hat beispielsweise die Möglichkeit, die Befüllung jedes einzelnen Müllsystems zu verfolgen und die Container so optimal zu entladen. Das System liefert Informationen über jeden Pressvorgang, über die Befüllung und die Entleerung”, erläutert Samsom.

Doch wie funktioniert das System? Die zwei LINAK Verstellantriebe sitzen in einer Scherenkonstruktion, die eine Platte nach unten pressen und dadurch den Müll zusammendrücken und komprimieren. Dies geschieht mit hoher Kraft und sehr langsam. Das langsame Pressen ist effizient und sicher. Die Energie erhalten die beiden Verstellantriebe von einem Akku-Pack. Der Akku wiederum wird von einer Solarfläche rund um den Einfüllstutzen versorgt. Samsom: „Wir wollten kein separates Solarpanel in der Nähe des Containers aufstellen. Alles sollte kompakt sein.” Viele Versuche und unterschiedliche Entwicklungen waren notwendig, bis die recht kleine Solarfläche genügend Energie lieferte. „Glücklicherweise arbeiten die LINAK Antriebe extrem energiesparend.“

Die Antriebe werden über eine Modbus-Schnittstelle mit dem elektronischen System verbunden. In einer neu entwickelten Hauptplatine sitzt eine SIM-Karte, die über Funk die Daten in das Netz einspeist. Der Inhalt wird bis zum Entleeren mehrmals gepresst. Je nach Standort wird das Müllsystem einmal wöchentlich entleert.

Zahlreiche Systeme sind bereits im Einsatz und viele niederländische Kommunen beschäftigen sich intensiv mit dem System. Sehr häufig fahren die Müllfahrzeuge Container an, die eigentlich gar nicht voll sind und nicht entleert werden müssten. Mit dem System von Rhino ist es möglich, den gesamten Prozess zu optimieren, Geld, Zeit und Energie zu sparen.

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